Schneefall und Glätte: Sie sind gefragt!

Räum- und Streu­pflicht auf öffent­lichen Geh­wegen

Alle Grund­stücks­anlieger müssen die an Ihre Grund­stücke grenzenden Geh­wege (auch Geh­wege mit dem Hinweis­schild »Rad­fahrer frei«) bei Schnee­fall in aus­reichender Breite räumen und bei Glätte mit Splitt streuen bzw. das Eis beseitigen. Dabei darf der Belag nicht beschädigt werden.

 

Kein abge­grenzter Geh­weg vor­handen

Falls kein abge­grenzter Geh­weg vorhanden ist, haben die Anlieger den ca. 1 m breiten Teil der öffent­lichen Straße (gemessen von der Grundstücks­grenze aus), welcher von den Fuß­gängern anstelle des Geh­wegs benutzt wird, zu reinigen und zu sichern. Dies gilt auch bei verkehrs­beruhigten Zonen. Selbst­ständige Gehwege und Eigentümer­wege sind vom je­wei­ligen Anlieger bis zur Mittel­linie zu sichern.


Befindet sich vor Ihrem Haus eine Haltestelle?

Ein Anlieger ist auch dann zur Siche­rung eines öffent­lichen Geh­wegs verpflichtet, wenn auf diesem Geh­weg eine Halte­stelle für öffentliche Bus­linien einge­richtet ist. Die Sicherungs­pflicht innerhalb des im geltenden Orts­recht angegebenen Zeit­raumes entfällt für den Anlieger nicht, weil der Omnibus­unternehmer möglicher­weise ebenfalls (in der Regel vor und nach der allge­meinen Sicherungs­pflicht der An­lieger) zur Beseiti­gung der von ihm ver­ur­sachten oder durch ihn ver­größerten Glätte ver­pflichtet ist.

Ihre private Sicherungspflicht

Räum- und Streupflicht auf öffentlichen Gehwegen:
 

  • werktags spätestens bis 7.00 Uhr
  • sonn- und feiertags spätestens bis 8.00 Uhr


Die Sicherungs­maßnahmen sind täglich bis 20 Uhr (auch an Sonn- und Feier­tagen) so häufig wie nötig zu wieder­holen.

Nachts sind weder die öffent­lichen Stellen noch die Anlieger­innen und Anlieger zum Räum- oder Streu­dienst ver­pflichtet.

Bitte achten Sie darauf, dass…
 

  • Schmelzwasser möglichst unge­hin­dert abfließen kann.
  • Gullys möglichst frei­zuhalten sind. Die Standorte der Gullys sind durch rote, an Hauswänden oder Zäunen ange­brachte Plaketten markiert – so können Sie diese auch erkennen, wenn sie mit Schnee bedeckt sind.
  • die Verwendung von Salz und ätzenden Stoffen verboten ist. Salz darf nur an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen­aufgängen, Steigungen, Gehweg­senkungen usw. verwendet werden – und auch hier nur im unum­gänglichen Mindest­maß. Gestattet ist ein Splitt-Salz- oder Sand-Salz-Gemisch, bei dem der Salzanteil 10 % nicht über­steigt.
weite Schneefläche mit Reifenspuren

Wohin mit dem Schnee?

Den Schnee räumen Sie bitte bei Geh­wegen mit über 2 m Breite an den Geh­weg­rand, bei Geh­wegen unter 2 m Breite an den Fahr­bahnrand. Achten Sie bitte darauf, dass der Fahr- und Fuß­verkehr dadurch nicht gefährdet oder behindert wird. Für den Fuß­verkehr muss eine Geh­wegfläche von mind. 1 m Breite frei bleiben. Die Räumung der Fahr­bahn darf nicht erschwert werden.

Privat­personen können Schnee auch zu den städtischen Schnee­ablade­plätzen bringen.

Leider ist es manchmal je nach Wetter­lage und örtlichen Gegeben­heiten nicht vermeidbar, dass vom Räum­fahr­zeug Schnee auf diejenige Gehbahn geworfen wird, die Sie selbst soeben mühsam frei­geschaufelt haben. Dies macht die Erfüllung der Räum­pflicht für die An­lieger­innen und Anlieger aber nicht unzu­mutbar. Dieses Problem wird sich trotz aller Rücksichtsnahme oft schon aus Platzgründen nicht gänzlich lösen lassen.

Der AWS bittet daher die Grundstücksanlieger, Verständnis für die Räum­arbeiten aufzubringen und weiter­hin ihren wichtigen Beitrag für sichere Gehwege zu leisten.

Schneeräumfahrzeug in Winterlandschaft bei Bergheim

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