Der AWS macht Ihnen den Weg frei
Der Winterdienst steht vor veränderten Herausforderungen. Während ausgeprägte Schneelagen seltener geworden sind, erfordern wechselhafte Temperaturen und kurzfristig auftretende Glätte weiterhin eine hohe Einsatzbereitschaft. Schnee und Eisglätte können die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch zusätzliche Verkehrsflächen und die intensivere Nutzung des öffentlichen Raums. Der AWS entwickelt deshalb seine Einsatzplanung, Streutechnik und Organisation kontinuierlich weiter. Dabei müssen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen berücksichtigt werden.
Einsatzplanung und Streuturnus
Für den Winterdienst stehen ab 4.00 Uhr entsprechend der Wetterlage 21 gleichzeitig einsetzbare Großstreufahrzeuge sowie eine zusätzliche Fahrzeugreserve zur Verfügung. Ergänzend kommen 28 Mehrzweckfahrzeuge zum Einsatz.
Eine Stunde später gehen 28 mobile Gruppen mit Streumaterial und wenn notwendig Schneeschaufel für Haltestellen, Treppen und städtische Gehwege in den Einsatz. In der Wintersaison wird der AWS durch insgesamt 60 Saisonkräfte unterstützt.
Bei Glätte und leichtem Schneefall: Streu- und Räumdienst auf öffentlichen Straßen mit Gefahrenpunkten und erhöhter Verkehrsbedeutung durch Einzelfahrzeuge. Bei anhaltendem, starkem Schneefall: Umstellung von Einzel- auf Zugräumung in so genannte Räumzüge (jeweils zwei Fahrzeuge im Verbund).
Hauptverkehrsstraßen: Sicherheit geht vor

Der Winterdienst konzentriert sich auf verkehrswichtige und zugleich gefährliche Straßenabschnitte. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Hauptverkehrsstraßen. Vorrangig gestreut werden Fahrbahnen mit öffentlichem Personennahverkehr, hohem Verkehrsaufkommen und gefährlichen Straßenabschnitten wie Kreuzungen und Einmündungen sowie Fußgängerüberwege.
Straßen mit geringer Verkehrsbedeutung, insbesondere Wohn- und Nebenstraßen, werden daher grundsätzlich nicht regelmäßig geräumt und gestreut. Besondere Gefahrenstellen und örtliche Gegebenheiten werden bei der Einsatzplanung berücksichtigt.
In Tempo-30-Zonen sind nach der Straßenverkehrsordnung keine benutzungspflichtigen Radwege vorgesehen. Radfahrende nutzen dort grundsätzlich gemeinsam mit dem übrigen Fahrzeugverkehr die Fahrbahn. Die Einrichtung eines gesonderten Radwegs ist daher nicht Voraussetzung für die Nutzung der Straße durch den Radverkehr. Auch für diese Straßen richtet sich der Winterdienst nach ihrer Verkehrsbedeutung und den örtlichen Gefahrenstellen. Der AWS bittet um Verständnis, dass es nicht möglich ist, insbesondere bei ergiebigem Schneefall und/oder Blitzeis, das gesamte Straßennetz gleichermaßen schnee- und eisfrei zu halten.

Fahrradwege im Winter

Radwege werden im Rahmen der verfügbaren personellen und technischen Kapazitäten in den Winterdienst einbezogen. Die Auswahl und Reihenfolge der zu sichernden Strecken orientieren sich insbesondere an ihrer Verkehrsbedeutung und den örtlichen Gefahrenstellen. Eine durchgängige und jederzeitige Schnee- und Eisfreiheit sämtlicher Radwege kann nicht gewährleistet werden.
Bei Gehwegen mit »Radfahrer frei« greift die private Sicherungspflicht.
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